Mittwoch, 10. September 2008

Für mehr Demokratie in der Schule

Demokratie gilt als eines der wichtigsten Grundprinzipien unserer Gesellschaft und trotzdem werden engagierten SchülerInnen von Partizipationsmöglichkeiten innerhalb der Schule von der Schulbank geschoben.
Nicht nur, dass kaum finanzielle Möglichkeiten den Schulsprecherinnen und Schulsprecher gegeben werden um ihre Projekte zu verwirklichen. Teilweise wird das demokratische Interesse schon im Keim erstickt, wenn Kandidatinnen und Kandidaten nicht einmal die Möglichkeit haben sich der Wahl mit einem angemessenen Hearing zu stellen.
In manchen Schulen wird die Wahl der Vertreterinnen und Vertreter noch nicht mal gesetzeskonform durchgesetzt. Es kommt sogar soweit, dass teilweise Direktorinnen und Direktoren erst gar nicht wählen lassen. Besonders auffallend ist dies erfahrungsgemäß im Berufsschulbereich.

Außerdem sehen wir ein Problem in der Struktur der SV, der SchülerInnenvertretung, im Allgemeinen darin, dass die Arbeit als Schulsprecherin oder Schulsprecher sehr viel Zeit in Ansprich nimmt. Daraus ergibt sich, dass dies sich auch auf die Noten auswirken kann.

Diese Hürden ziehen sich durch alle Ebenen. Selbst die Landes- und BundesschülerInnenvertretungen haben nur ein beratendes Recht vor den offiziellen Gremien des Landesschulrats. Somit werden Entscheidungen und Meinungen engagierter junger Menschen schon von vornherein unter den Tisch gekehrt.
Nicht nur in der österreichischen Politik sollte, durch die Wahlatersenkung, die Meinung der Jugendlichen mehr Gewicht haben.
Auch in den Schulen muss durch mehr finanzielle Möglichkeiten und einer Rechtsgrundlage zur Mitbestimmung auf allen Ebenen Wert gelegt werden. Denn nur so ist eine selbstständige Arbeit in den SVen auch möglich!

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