Seit mehr als eineinhalb Monaten ist das Audimax in Wien nun besetzt. Aber nicht nur in Wien, überall in Österreich und Europa sind Hörsäle besetzt. Auch in Innsbruck ist nun schon seit geraumer Zeit eine Gruppe von StudentInnen und SchülerInnen dabei, für eine bessere Uni, mehr Geld und für freie Bildung für alle zu kämpfen.
Was kümmerts mich?
Seit Jahren werden unsere Unis bis auf den kleinsten Cent ausgequetscht. Die Probleme kann man überall sehen: überfüllte Hörsäle, Zugangsbeschränkungen in verschiedensten Studienrichtungen, Abbau von Mitbestimmungsmöglichkeiten für Studierende, zu wenig Lehrende und so weiter und so weiter...
Was derzeit an den österreichischen Hochschulen passiert, ist die Missstände an den Universitäten aufzuzeigen, Lösungen zu bieten und die Politik unter Druck zu setzen.
Gerade für uns SchülerInnen sind diese Proteste wichtig, immerhin sind die Universitäten der Ort den die meisten von uns in den nächsten Jahren besuchen werden. Doch sind gerade Universitäten nicht nur Raum für Ausbildung, sondern gerade auch Raum für freie Bildung, ungebunden an irgendwelche wirtschaftlichen Interessen. In diesem Sinne, frei nach Berthold Brecht: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!"
Woher nehmen?
Wir leben im siebtreichsten Staat der Welt und es wird diskutiert wie denn ein ordentliches Bildungssystem finanziert wird? Im Grunde ist es eine Frechheit eine solche Frage überhaupt zu stellen, es ist nämlich nicht die Frage wie dies finanziert werden kann, es ist die Frage wer es finanziert. In Österreich leben 8 Millionen Menschen, ein Prozent der Bevölkerung besitzt 50% des gesamten österreichischen Vermögens. Eine Vermögenszuwachssteuer von nicht einmal 1% könnte unser derzeitiges Bildungssystem ein zweites mal finanzieren. Erst recht in Österreich muss es möglich sein, allen eine gute Bildung zu finanzieren. Es ist einfach nur eine Frage des Willens. Eine bessere Uni ist möglich!
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