Freitag, 5. Dezember 2008

Diskussionsweisen...

Mit Beginn des Advents ergab sich eine hitzige Diskussion zum Thema Kirche und Schule.

Die aks ist deshalb schon die ganze erste Adventwoche in den Tiroler Medien.
Die zentralen Forderungen:
  • Ersatz des veralteten Religionsunterrichts durch einen progressiven wissenschaftlichen Ethikunterricht!
  • Religiöse Symbole raus aus öffentlichen Bildungseinrichtungen!
  • Abschaffung des Konkordats, hin zu einem laizistischen Österreich!
Erschreckend sind die Reaktionen der agierenden Personen. Von zu erwartenden erzkonservativen Haltungen bis hin zu Diffamierungen von AtheistInnen werden alle Register gezogen. So wirft Johann Überbacher von der Tiroler Woche atheistischen Familien vor, sie könnten nicht eine Parallele zwischen Kreuzen und Religion ziehen. FP Landtagsabgeordneter Heis sieht den Glauben beleidigt durch die Forderung Kruzifixe an Schulen abzuhängen und bezichtigt politisch aktive Jugendliche mit der Aussage "Es kann sich hierbei nur um einen durch zuviel Glühweinkonsum erzeugten geistigen Ausfall handeln." des Alkoholismus.
Eindeutig erkennbar ist das den PopulistInnen die Argumente ausgehen.
Bildungslandesrätin Palfrader (VP) äussert sich bezüglich des Konkordats nur in soweit, als dass sie an nichts Verfassungswidriges denke und gibt damit eine klare Stellungnahme zu einem kirchlich orientiertem nicht eigenständigen Österreich ab.
Auch der Herr Landeshauptmann Platter wusste wie man sich gehörig schlecht in Szene wirft. Wenn es nach ihm gehen würde, dann kämen ausser dem christlichen Kreuz gar keine Symbole in Tirols Schulen. Für ihn gehört zur Identität eines/r TirolerIn der christliche Glaube und daran ist auch nicht zu rütteln. Um dem Erinnerungsvermögen des Herrn Landeshauptmann etwas nachzuhelfen, möchten wir erwähnen das das Jahr 1809 (Verteibung von Juden und Jüdinnen aus Innsbruck durch Andreas Hofer) nun langsam längst Geschichte ist. Die Tiroler Bevölkerung hat den Sprung ins dritte Jahrtausend bereits geschafft, ganz im Gegensatz zur erzkonservativen Führung des Landes, die einfach nicht sehen möchte, dass sich 17% der TirolerInnen auch per Gesetz vom römisch-katholischen Glauben verabschiedet hat. Der sehr verehrte Landeshauptmann vergisst hierbei wohl merklich in welchem Land er lebt und dürfte als Landeshauptmann nicht wirklich die Vertretung für alle TirolerInnen gleich welcher religiöser Gesinnung sein.

Im heiligen Land herrscht Aufruhr...

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