Freitag, 5. Dezember 2008

Schulkreuze

Die aktuelle Diskussion über Kreuze in Schulen, losgelöst durch die Aktion Kritischer SchülerInnen (Aks), hat mich als Schülerin sehr bedenklich gestimmt.

Sobald im Heiligen Land Tirol eine Forderung von jungen, kritischen und vor allem denkenden Menschen kommt, wird dies als „Ausfall durch zuviel Glühweinkonsum“ kommentiert. Mit dieser Aussage hat Herr Heis, FP-LAbg und Stadtparteiobmann, bewiesen, wie viel konservative Kräfte in Tirol von der Meinung Jugendlicher halten – statt nämlich mit den Betroffenen, also den Schülerinnen und Schülern Tirols, über dieses Thema zu debattieren, wird unreflektiert und mit erhobenem Zeigefinger auf das alte, verstaubte Konkordat gezeigt. Dieser Vertrag soll meiner Ansicht nach sehr wohl kritisch betrachtet werden.

Als Mitglied der SchülerInnenvertretung eines Innsbrucker Gymnasiums muss ich hinzufügen, dass das Kruzifix in den Klassenzimmern noch selten ein willkommener Wandschmuck ist. Die meisten Jugendlichen haben dazu absolut keinen Bezug und sehen, genau wie die Aks, keinen Grund, wieso die katholische Kirche so obligatorisch und dominant in den Klassenzimmern vertreten sein muss.

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